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Gerhard Merz – Die Schachtel
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Gerhard Merz
Die Schachtel

 
200 Exemplare signiert und
nummeriert von 1/200 bis 200/200
20 A.P. signiert und
nummeriert von I bis XX

Leinenkassette mit
vier- und sechsseitigen
Falzbogen und
Einzelblättern
464 Seiten,
8 vierfarbige Abbildungen,
17 Duplex-Abbildungen
und 39 monochrome
Abbildungen nach
Vorgaben des Künstlers
43,1 x 30,3 x 5,3 cm

Gerhard Merz
Die Schachtel

Die von Gerhard Merz (geb. 1947 in München) in einer Kassette zusammengestellten Arbeiten dokumentieren die Essenz seines Œuvres, die ihm wichtigsten Monochromien und Achitekturentwürfe, wie in der Boîte-en-valise, des von Duchamp entwickelten Künstlermuseums in einer Schachtel. Die von allen Zeichen leer gemalten Flächen in Cobaltgrün, Ocker, Vert Paolo Veronese oder Ultramarinblau veranschaulichen seinen radikalen künstlerischen Ansatz, der die völlige Unabhängigkeit des Bildes von der abbildenden Funktion beansprucht. Durch die Negation der bildnerischen Ausdrucksmittel wird die ästhetische Verweigerungsstrategie bis zur Nullaussage geführt. Der malerische Purismus, der in der sinnlichen Anschauung allein nicht zur Erkenntnis führt, verursacht einen mit dem Gefühl der Leere einhergehenden Sinnentzug.
Dieser ästhetische Nihilismus korrespondiert mit den von Merz beigefügten literarischen Verweisen, u.a. mit der von T.S. Eliot beschriebenen Sinnentleerung des Daseins und mit dem Scheitern des nach dem idealen Kunstwerk strebenden Malers in Das unbekannte Meisterwerk von Honoré de Balzac. Wird hier die Frage nach der Vollkommenheit der Kunst gestellt, inszenieren die auf Rationalität, Präzision, Maß und Lichtwirkung beruhenden Raumgestaltungen, wie der Pavillon, 2000, und Fragment Grande Galerie I-XIV, 2002, die Erfahrung des Erhabenen, lassen Kunst zum Reflexionsmedium werden, veranschaulichen die ins Gedankliche gehende Grundintention von Gerhard Merz.
978-3-941263-38-3 € 1.000,– lieferbar
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